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Arthroseschmerz

Schmerzen entstehen erst, wenn die nervenreiche Gelenkinnenhaut entzündet ist. Der Knorpelabrieb per se verursacht keine Schmerzen, da im Knorpelgewebe keine schmerzübertragenden Nervenfasern vorhanden sind.

Neben der mechanischen Schädigung durch abgeriebene Knorpel- und Knochenpartikel – ähnlich wie „Sand im Getriebe“- werden die Gewebe durch weitere Prozesse, die mit den rein mechanischen einhergehen, zerstört. Aus den geschädigten Geweben werden Enzyme und Kalziumkristalle freigesetzt, die das Kollagenfasergerüst nach und nach auflösen.

Die hierdurch gereizte Gelenkinnenhaut reagiert mit Schwellung und vermehrter Synoviaproduktion, ein Gelenkerguss entsteht. Im Zuge der Abwehrreaktion auf die beschriebenen Vorgänge verändert sich die Gelenkflüssigkeit und enthält zunehmend Entzündungszellen. In dieser Phase werden auch Botenstoffe (Prostaglandine) freigesetzt, die für die Ausbreitung der Schmerzreaktion verantwortlich sind und zugleich das Entzündungsgeschehen (Schmerz, Schwellung, Erwärmung) in Gang halten.

therapiemöglichkeiten

Der Verlauf einer Arthrose ist grob durch eine Einteilung in vier klinische Stadien darstellbar: Sie reicht von der stummen Arthrose ohne Symptomatik (Stadium 1) über die schmerzhafte, nicht entzündliche (Stadium 2) zur aktivierten (Stadium 3) und schließlich dekompensierten Arthrose (Stadium 4) mit starken funktionellen Gelenk-Defiziten.

Charakteristisch für die zweite und dritte Phase ist die morgendliche, maximal 30 Minuten anhaltende Gelenksteife. Spätestens jetzt sollte gehandelt werden. Denn entscheidend für das Fortschreiten der Arthrose über die jeweiligen Stadien hinweg sind Entzündungsprozesse.

Diese wirken wie ein Arthrose-Motor und treiben Schmerzen, Knorpelabbau und Gelenkveränderungen voran. Ein gutes und zugleich verträgliches Entzündungsmanagement (antiiflammatorische Therapie) ist damit der Schlüssel zur ursächlichen Therapie.

Weidenrinden-Extrakt weist diese geforderten antiinflammatorischen Eigenschaften auf und wird damit zu einer wichtigen Option im modernen Arthrose-Behandlungskonzept. Nicht umsonst haben Einrichtungen wie die WHO (World Health Organisation) oder die oberste Zulassungsbehörde für Arzneimittel EMEA (European Agency for the Evaluation of Medical Products) den Pflanzenextrakt in ihren aktuellen Empfehlungen zur Therapie von milden rheumatischen Beschwerden aufgenommen – und bescheinigen ihr beeindruckend positive Wirkung bei arthrose-bedingten Symptomen wie Schmerzen und Steifigkeit. Ein besonders hochwertiger Weidenrinden-Extrakt steht ab sofort als apotheken-pflichtiges Arzneimittel zur Verfügung. Als erste Spezial-Therapie wirkt es gezielt den Ursachen der Morgensteifigkeit entgegen und befreit so die betroffenen Gelenke.

Heilpflanzenprofil

Die analgetischen und fiebersenkenden Eigenschaften der Weidenrinde sind seit den alten Hochkulturen Indiens und Ägyptens bekannt. Bereits 1763 wurde die von den Ästen der Weide abgezogene Rinde zum ersten Mal pulverisiert und zur Behandlung von Malaria (Sumpffieber) eingesetzt. Im 19. Jahrhundert wurde zunächst der Wirkstoff Salicin in kristalliner Form isoliert, bereits wenig später konnte die Salicylsäure synthetisch hergestellt werden. 1897 glückte es dann dem deutschen Apotheker und Chemiker Felix Hoffmann, aus Salicyl- und Essigsäure die Acetylsalicylsäure (kurz: ASS) herzustellen: Aspirin war geboren.

ASS und andere Salicylate, die als „nichtsteroidale Antirheumatika“ (NSAR) zusammengefasst werden, haben aber eine gemeinsame, unangenehme Eigenschaft: Viele Patienten tauschen die Schmerzen in ihren Gliedern gegen quälende Beschwerden im Magen-Darm-Bereich ein. Das ist beim Naturprodukt Weidenrinde nicht der Fall. Es enthält nur die natürliche Vorstufe Salicin. Dieser Stoff passiert den Magen unverändert und wird erst in der Leber und am Ort des entzündlichen Geschehens in Salicylsäure umgewandelt. Das Risiko von Nebenwirkungen ist deshalb äußerst gering.

 

Eine gesunde Lebensweise unterstützt die Therapie

Eine gesunde Lebensweise unterstützt die Therapie Ganz entscheidend ist, dass die Gelenke entlastet werden. Für Übergewichtige bedeutet dies in erster Linie, das Körpergewicht zu verringern. Andere Entlastungsmöglichkeiten sind orthopädische Hilfen wie Handstock, Pufferabsätze, Innenranderhöhungen der Schuhe und dergleichen. Werden die Gelenke ohne Belastung bewegt, so wird die Gelenkinnenhaut besser durchblutet und das Knorpelgewebe besser ernährt. Bewegung ist also das A und O um dem Fortschreiten einer Arthrose entgegenzuwirken. Besonders geeignet sind Schwimmen, Rad fahren, Nordic Walking, Wandern und Skilanglauf.

BALLOONING ist eine neue Sportart bei Arthrose. Das Pilates-Plus-Programm ist die Vereinigung einer völlig neuen sanften Trainingsmethode, mit der vielleicht angesagtesten Trendsportart. Pilates heißt das Erfolgsrezept für Muskulatur und Gelenke. Eine sanfte Mischung aus Kraft-, Dehnungs- und Entspannungsübungen. Pilates trainiert die Tiefenmuskulatur. Ballooning wurde auf der Basis von Pilates von Dieter Grabbe, dem zur Zeit wohl bekanntesten Fitnessexperten in Deutschland, als neues Trainingskonzept entwickelt. Das Geheimnis liegt in der Einfachheit. Ein Ballon wird in Schwingung gebracht, die Resonanz überträgt sich auf Muskeln, Gelenke und Sehnen und trainiert so noch effektiver die Tiefenmuskulatur. Ballooning ist eine Steigerung von Pilates, der spezielle Ballon ähnelt einem ganz gewöhnlichen Luftballon, allerdings ist das Material strapazierfähiger.